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1., 2., 4., 7., 10., 12. November: Laientheater, interkulturell – individuell - experimentell!

Beginn jeweils um 20 Uhr, am Sonntag um 17 Uhr.
 
„Ach, du liebe Mauer!“

Laientheater, interkulturell – individuell - experimentell!
Mit: Conny Blaser, Mostafa Dibo, Sara Dzaviti, Fidan Firat, Rachel Jud, Viljdana Sabani, Sandra Wyss, Mariela Zevallos. - Künstlerische Leitung: Lorenz Belser – szenische Objekte: Vera Trachsel - Pantomime-Coach: Lukas Dreyfus – Technik: Abbas Husseini


Mauern gibt es überall. Zuerst sind sie im Kopf. Menschen aus Syrien, Mazedonien, Chile, Peru, aus der Türkei und der Schweiz erzählen: Persönliche Geschichten. Gegen allen politischen Mauer-Ernst. Träumerisch, verletzlich und wütend, hoffnungsvoll auch, lustig sogar. Das Stück ist selber entwickelt: Ein Abenteuer der besondern Art! 
 
Die SpielerInnen gehen aus von ihrer Biographie, werden dann immer poetischer und schräger – und schliesslich – oh Schreck! – bauen sie auch noch drauflos. Es gibt so viele Mauern, wie es Sprachen, Identitäten, Individualitäten gibt – und es gibt, wenigstens hier im Theater, ebensoviele Möglichkeiten, die Seite zu wechseln. - Unterstützt von der Stadt Biel und dem Kanton Bern, dem Kanton und der Stadt Solothurn, von Migros Kulturprozent und der Däster-Schild-Stiftung

 
 

19. Oktober 2017: LESUNG Berner Literaturpreisträgerinnen und Literaturpreisträger

Türöffnung 19.00, Lesung: 19.30
Eintritt:  Pauschal 10.-

Im Oktober und November sind die aktuellen Berner Literaturpreisträgerinnen und Literaturpreisträger und Berner Schreibstipendiaten auf Lesereise durch den Kanton Bern. Am 19. Oktober machen sie Halt in Biel: Es lesen Armin Senser und Ariane von Graffenried, Gregor Gilg und Benedikt Eppenberger stellen ihre Graphic Novel vor. Im Anschluss an die Lesung lädt der Kanton Bern zu einem Apéro ein. 

Armin Senser ist 1964 in Biel geboren, lebt in Berlin. Er hat Gedichte, Essays und einen Roman veröffentlicht. 2016 wurde er bereits für seinen Lyrikband „Liebesleben“ ausgezeichnet. 

«Mit «Sensus. Chronik des Scheiterns» (Edition Korrespondenzen) legt Armin Senser einen äusserst kunstvoll bearbeiteten autobiographischen Text vor. In der raffinierten Form eines sich aus zig Prosaminiaturen zusammensetzenden Selbstgesprächs, in dem das Ich auch zum Du wird, seziert der Chronist mit schonungsloser Offenheit sein Leben zwischen Biel und Berlin. Die treffsicheren Staccato-Sätze treiben die Selbstbefragung immer wieder von Neuem an und erzeugen so einen bemerkenswerten Sog.»

Ariane von Graffenried lebt und arbeitet als Autorin, Spoken-Word-Performerin und promovierte Theaterwissenschaftlerin in Bern. 

«In «Babylon Park» (Der gesunde Menschenversand) bedient sich Ariane von Graffenried mit scheinbarer Leichtigkeit des Code-Switchings und verwebt die lebhafte Sprachenvielfalt zu einem rhythmisch einheitlichen Textfluss. Dabei swingt von Graffenried elegant von Monaco in die Berner Agglo, von der Vergangenheit in die Gegenwart, vom Alltäglichen ins Fantastische und eröffnet mit Worten Orte in Orten. «Babylon Park» ist ein abwechslungsreicher, verspielter Tanz mit der Sprache, bei dem mal die Form, mal der Inhalt führt.»

Benedikt Eppenberger lebt als Journalist, Texter und Zeichner in Zürich.
Barbara Schrag lebt als visuelle Gestalterin in Bern. 
Gregor Gilg lebt in Bern und arbeitet an den Schnittstellen von Illustration, Comic und Malerei.

«Benedikt EppenbergerGregor Gilg und Barbara Schrag mixen in «Golem im Emmental» (Edition Moderne) aus jüdischer Mystik, Schnee-Western und archaischer Bauernwelt einen diabolischen Cocktail der Gewalt, Liebe und falschen Frömmigkeit. Kein Wort wird zu viel gesprochen in dieser atemberaubend düsteren Graphic Novel. Die holzschnittartigen Figuren passen hervorragend zur lakonischen Sprache. Kälter als der Schnee, durch den die Helden stapfen, ist bloss noch das Gruseln, das den Lesenden den Rücken runterläuft.»


www.dilit.ch